Viren und Malware kostenlos von Windows entfernen: so geht's

Plötzliche Pop-ups, nie installierte Programme, unerklärliche Langsamkeit — die meisten Infektionen lassen sich ohne einen Cent beseitigen: mit Windows Defender plus einem Zweitmeinungs-Scanner.

Mittel 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht am 2026 Von Equipo SolucionaPC

Verhält sich Ihr PC plötzlich seltsam — Werbung, die nicht erscheinen sollte, Programme, die Sie nie installiert haben, plötzliche Langsamkeit —, könnte er einen Virus oder Malware haben. In den meisten Fällen müssen Sie dafür keinen Cent bezahlen.

Die einfache Erklärung

"Virus" und "Malware" sind nicht genau dasselbe: Malware ist der Oberbegriff für jedes Schadprogramm (Viren, Spyware, Adware, Trojaner...), während ein Virus nur ein bestimmter Typ ist, der sich selbst vervielfältigt. In der Praxis ist das Vorgehen zum Entfernen in allen Fällen ähnlich.

Anzeichen für eine mögliche Malware-Infektion

  • Es öffnen sich Browserfenster oder Tabs, die Sie nicht selbst geöffnet haben.
  • Der PC läuft deutlich langsamer als üblich, vor allem beim Start.
  • Es sind Programme installiert, an die Sie sich nicht erinnern.
  • Startseite oder Suchmaschine des Browsers haben sich von selbst geändert.
  • Der Lüfter läuft auf Hochtouren, obwohl nichts Anspruchsvolles läuft.

Schritt für Schritt entfernen

1. Trennen Sie den Rechner vom Internet

So verhindern Sie, dass die Malware während der Bereinigung weiter Daten sendet oder Nachschub herunterlädt.

2. Führen Sie eine vollständige Überprüfung mit Windows Defender aus

Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Windows-Sicherheit → Viren- und Bedrohungsschutz → Scanoptionen → Vollständige Überprüfung. Das dauert, ist aber kostenlos und bereits in Windows integriert.

3. Holen Sie eine Zweitmeinung mit Malwarebytes ein

1. Kostenlose Version von malwarebytes.com herunterladen
2. Programm installieren und öffnen
3. Auf "Scannen" klicken (vollständiger Scan)
4. Alles Gefundene in Quarantäne verschieben
5. Rechner neu starten

Kein Virenschutz erkennt 100 % der Bedrohungen — zwei verschiedene Werkzeuge erhöhen die Chancen deutlich, alles zu finden.

4. Prüfen Sie die Browser-Erweiterungen

Viel Adware installiert sich als Browser-Erweiterung. Prüfen Sie Chrome/Edge → Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht wiedererkennen.

Tipp: Ändern Sie nach der Bereinigung Ihre wichtigen Passwörter (E-Mail, Banking) von einem ANDEREN Gerät aus — für den Fall, dass die Malware sie vor der Entfernung abgegriffen hat.

Warnung: Misstrauen Sie jeder Anzeige oder jedem Pop-up mit der Botschaft "Wir haben einen Virus erkannt, rufen Sie diese Nummer an" — das ist fast immer Betrug (falscher technischer Support), keine echte Windows-Meldung.

Häufige Fehler

Mehrere Bezahl-Virenscanner gleichzeitig zu installieren, um "sicherer" zu sein, geht meist nach hinten los: Sie können sich gegenseitig Fehlalarme bescheren und den Rechner stärker ausbremsen als die Malware selbst. Ein aktueller Windows Defender plus ein gelegentlicher Malwarebytes-Scan reicht für die meisten Privathaushalte aus.

Häufig gestellte Fragen

Reicht Windows Defender, oder brauche ich einen kostenpflichtigen Virenschutz?

Für die meisten Privatanwender mit normalen Surfgewohnheiten bietet ein aktueller Windows Defender soliden, kostenlosen Schutz. Ein Bezahl-Virenschutz kann eine zusätzliche Schicht ergänzen, ist aber nicht zwingend nötig.

Woher weiß ich, dass die Malware vollständig entfernt ist?

Wenn sowohl die vollständige Überprüfung mit Windows Defender als auch der Malwarebytes-Scan sauber ausfallen und das seltsame Verhalten verschwunden ist, ist das ein gutes Zeichen. Halten die Symptome an, kann eine saubere Windows-Neuinstallation nötig sein.

Können auch Macs Viren bekommen?

Ja, wenn auch seltener als Windows. Auch macOS kann von Malware betroffen sein, insbesondere von Adware und schädlichen Apps, die außerhalb des App Store heruntergeladen wurden.

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