Unterschied zwischen einer virtuellen Maschine und einem Docker-Container
Isolation, Startgeschwindigkeit, Ressourcennutzung und wann man welches nutzt.
| Virtuelle Maschine | Docker-Container | |
|---|---|---|
| Enthält ein eigenes komplettes Betriebssystem | Ja | Nein, teilt das des Hosts |
| Startzeit | Minuten | Sekunden |
| Ressourcennutzung | Höher | Viel geringer |
| Isolation | Vollständig (komplett getrenntes System) | Teilweise (teilt den Systemkernel) |
| Windows innerhalb von Linux ausführen | Ja | Nein |
Der Schlüsselunterschied in einem Satz
Eine virtuelle Maschine simuliert einen kompletten Computer, mit eigenem, von Grund auf gebautem Betriebssystem. Ein Docker-Container teilt den Kernel des Host-Betriebssystems und verpackt nur die Anwendung und das, was sie braucht — deshalb startet er in Sekunden, nicht Minuten.
Wann welches nutzen?
Nutzen Sie eine virtuelle Maschine, wenn Sie ein völlig anderes Betriebssystem brauchen (Windows innerhalb von Linux, zum Beispiel), oder garantiert vollständige Isolation. Nutzen Sie Docker, wenn Sie Anwendungen schnell und konsistent bereitstellen möchten, ohne für jede ein komplettes, separates Betriebssystem zu brauchen.
Tipp: Sie schließen sich nicht gegenseitig aus — es ist üblich, Docker INNERHALB einer virtuellen Maschine auszuführen, wobei beide Isolationsebenen je nach Bedarf im jeweiligen Fall kombiniert werden.
Häufig gestellte Fragen
Warum starten Docker-Container so schnell?
Weil sie kein komplettes Betriebssystem laden müssen — sie teilen den Kernel des Host-Systems und starten nur die Anwendung und ihre spezifischen Abhängigkeiten in Sekunden.
Kann ich Windows in einem Docker-Container ausführen?
Nein, Docker teilt den Kernel des Host-Systems — um ein völlig anderes Betriebssystem auszuführen (wie Windows innerhalb von Linux), brauchen Sie eine virtuelle Maschine.