Wie man Phishing-E-Mails erkennt

Phishing ist der Einstiegspunkt für einen großen Teil der Sicherheitsprobleme: gestohlene Passwörter, Viren, Bankbetrug. Es zu erkennen ist wohl die nützlichste Sicherheitsfähigkeit überhaupt.

Einfach 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht am 2026 Von Equipo SolucionaPC

Phishing ist der Einstiegspunkt für einen großen Teil der Sicherheitsprobleme: gestohlene Passwörter, Viren, Bankbetrug. Es zu erkennen ist wohl die nützlichste Sicherheitsfähigkeit überhaupt.

Einfach erklärt

Eine Phishing-E-Mail ist eine Nachricht, die vorgibt, von einem vertrauenswürdigen Unternehmen oder einer Person zu stammen (Bank, Post, Netflix, sogar ein Kollege), um zum Klicken auf einen gefälschten Link, zum Herunterladen einer schädlichen Datei oder zur direkten Preisgabe von Daten zu bewegen.

Anzeichen, die eine Phishing-E-Mail verraten

1. Sie erzeugt Dringlichkeit oder Angst

„Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt", „Verdächtige Aktivität festgestellt": Ziel ist schnelles Handeln ohne Nachdenken oder Prüfen.

2. Die Absenderadresse passt nicht

Auf die vollständige E-Mail-Adresse achten, nicht nur den angezeigten Namen. Eine E-Mail „von der Post", die tatsächlich von post-benachrichtigung@mail-versand23.com kommt, ist ein klares Zeichen.

3. Links, die nicht dorthin führen, wo sie es behaupten

Mit der Maus über den Link fahren (ohne zu klicken) und unten links im Browser oder E-Mail-Programm nachsehen: Dort erscheint die tatsächliche Ziel-URL.

4. Rechtschreibfehler und seltsame Formulierungen

Seriöse Unternehmen achten sehr auf ihre Kommunikation. Rechtschreibfehler, schlecht übersetzte Sätze oder ein merkwürdiger Ton sind Warnsignale.

5. Es werden Daten verlangt, die ein Unternehmen nie per E-Mail abfragen würde

Keine Bank fragt per E-Mail nach dem vollständigen Passwort oder dem Kartenprüfcode. Niemals.

Typisches Beispiel: „Wir haben eine verdächtige Zahlung auf Ihrem Konto festgestellt. Bestätigen Sie hier Ihre Identität, um eine Sperrung zu vermeiden" + ein Link zu einer Seite, die das echte Design der Bank nachahmt.

Was bei Verdacht auf eine E-Mail zu tun ist

  • Keine Links anklicken und keine Anhänge herunterladen.
  • Nicht auf die E-Mail antworten, auch nicht um zu „bestätigen, dass man es nicht war".
  • Die offizielle Website des Unternehmens durch eigenes Eintippen der Adresse aufrufen, nie über den Link in der E-Mail.
  • Die E-Mail im E-Mail-Programm als Phishing oder Spam markieren.

Tipp: Zwei-Faktor-Authentifizierung bei wichtigen Konten aktivieren. So kommt niemand hinein, selbst wenn das Passwort durch Phishing erbeutet wurde, ohne den zweiten Code.

Achtung: Wurden bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben, dieses Passwort sofort über die offizielle Website ändern, und überall dort, wo dasselbe Passwort sonst noch verwendet wird.

Häufige Fehler

Einer E-Mail nur zu vertrauen, weil sie „meinen vollständigen Namen kannte", ist ein häufiger Fehler: Diese Information ist oft öffentlich verfügbar oder stammt aus früheren Datenlecks und garantiert nicht die Echtheit der E-Mail.

Häufig gestellte Fragen

Kommt Phishing nur per E-Mail vor?

Nein, es ist auch sehr verbreitet per SMS (Smishing genannt), WhatsApp oder soziale Medien, mit demselben Ziel: zum Klicken auf einen gefälschten Link oder zur Preisgabe von Daten zu bewegen.

Wie melde ich eine Phishing-E-Mail?

Die meisten E-Mail-Programme (Gmail, Outlook) bieten direkt bei der Nachricht eine Option „Als Phishing markieren" oder „Melden", was auch dem System hilft, solche E-Mails besser zu erkennen.

Erkennen Antivirenprogramme Phishing?

Viele Antivirenprogramme und moderne Browser bieten Schutz vor bekannten Phishing-Seiten, sind aber bei ganz neuen Seiten nicht unfehlbar. Es selbst erkennen zu können bleibt der beste Schutz.

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