Dateien in der Cloud sichern, Schritt für Schritt
Anders als eine lokale Sicherung (auf einer Festplatte zu Hause) schützt eine Cloud-Sicherung auch, wenn der Computer selbst kaputtgeht, verloren geht oder gestohlen wird.
Anders als eine lokale Sicherung (auf einer Festplatte zu Hause) schützt eine Cloud-Sicherung auch, wenn der Computer selbst kaputtgeht, verloren geht oder gestohlen wird. Das Wichtigste dazu.
Hinweis: Auf der Suche nach einer Sicherung mit den eigenen Windows-Werkzeugen (lokal, auf externer Festplatte)? Zuerst diese andere Anleitung ansehen. Hier geht es speziell um Cloud-Dienste, auch von Linux und Mobilgeräten aus verfügbar.
Einfach erklärt
Ein Cloud-Backup-Dienst synchronisiert automatisch einen Ordner auf dem Computer mit einem Server im Internet. Bei jeder Änderung einer Datei aktualisiert sich die Cloud-Kopie von selbst, ohne dass daran gedacht werden muss.
Schritt für Schritt
1. Einen Dienst wählen
Häufigste Optionen und ihr ungefährer kostenloser Speicherplatz:
- Google Drive: 15 GB kostenlos (geteilt mit Gmail und Fotos)
- Microsoft OneDrive: 5 GB kostenlos (in Windows integriert)
- Dropbox: 2 GB kostenlos
2. Die Desktop-App installieren
Von der offiziellen Website des gewählten Dienstes herunterladen und mit dem eigenen Konto anmelden.
3. Zu synchronisierende Ordner wählen
Es muss nicht die gesamte Festplatte hochgeladen werden: nur Dokumente, Desktop und Bilder auswählen, oder die Ordner, die wirklich wichtig sind.
4. Auf die erste Synchronisierung warten
Beim ersten Mal kann es je nach Upload-Geschwindigkeit und Dateimenge etwas dauern. Danach wird nur noch Geändertes hochgeladen, also viel schneller.
5. Prüfen, ob es wirklich funktioniert
Eine Testdatei erstellen, ein paar Minuten warten, und vom Handy oder der Website des Dienstes prüfen, ob sie dort auch erscheint.
Tipp: Sich für die wichtigsten Dateien nicht auf einen einzigen Cloud-Dienst verlassen. Die Kombination mit einer lokalen Sicherung (externe Festplatte) bleibt die sicherste Option.
Achtung: Wird eine Datei aus dem synchronisierten Ordner gelöscht, wird sie normalerweise auch aus der Cloud gelöscht. Bei Bedarf den Papierkorb des jeweiligen Dienstes prüfen (nicht den von Windows).
Häufige Fehler
Zu denken, „es ist in der Cloud" bedeute Schutz vor allem, ist ein häufiger Irrtum. Bei einem Phishing-Angriff auf das Konto oder Verlust des Zugangs können auch diese Dateien verloren gehen. Deshalb lohnt sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das genutzte Konto.
Häufig gestellte Fragen
Ist es sicher, persönliche Dokumente in der Cloud aufzubewahren?
Die großen Dienste (Google, Microsoft, Dropbox) verschlüsseln Daten und haben gute Sicherheitsmaßnahmen. Der schwächste Punkt ist meist das eigene Kontopasswort, daher ein starkes wählen und Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
Was passiert, wenn der kostenlose Speicherplatz aufgebraucht ist?
Der Speicherplatz lässt sich durch ein monatliches Abo erweitern (meist günstig, wenige Euro im Monat), oder durch gezieltere Auswahl der zu synchronisierenden Ordner freigeben.
Funktioniert es unter Linux genauso wie unter Windows?
Google Drive und Dropbox haben offizielle Linux-Apps. OneDrive hat keine offizielle Linux-App, kann aber über den Browser oder mit Drittanbieter-Tools genutzt werden.